Archiv der Kategorie Alpgeschichten

30. Mai 2012, von Nadja

Uf dr Pirsch…

Guete Tag,

 

Uf dr Pirsch

mi Name isch Miezi, Büssä, Mauzi, Knudi oder süsch öppis… Irgendwie hei mini liebe

Äupler no ke Ahnig, wie si mir wei sägä u probiere eifach so chli aus us. Aber äs nützt nüt, i mache sowieso wasi wott. Obwou für so chli Stricheleinheite chumeni geng sofort. Cleo würd mer schono passe, das tönt no schpezieu. U schpezieu, das bini, gloubet mers!

 

I bi no nid so lang hie, aber i ha scho mis eigete Revier! Jede Tag entdeckeni Nöis. Schlafe tueni im Heu, wöu ids Huus darfi nid. Das hani glehrt! Einisch isch nämlech ä Tüür offe gsi u i ha so chli ine glüüslet. Fein hets gschmöckt, grad wie die Schinti woni mängisch zum Znacht überchume! I ha du gad eis äs paar Schrittli iche gmacht – natürlech scho nume chlini. Aber ja, da isch du dä gross Maa cho mit dä wiisse Chleider u het mit bösem Blick gseit, dasi sofort use söu. Ui, da bini erchlüpft u ha schnäu wöue flieh. Aber uf däm blöde nasse Züg isches so glatt gsi, dasi geng ufem Buuch bi glägä. Das macheni afe nümm!

 

Mängisch vermisseni mini andere Kolleginne vom aute Ort. De gani aube chli zu dene roserote Grunzine u rede mit dene. Die hei sogar Näme! Eine heisst Pöili, dä hani am liebschte.

Süsch gani chli uf Wanderschafte. Geng seit mer dr gross wiis Maa, i söu Müüs näh. Aber was isch äch das? I tue lieber dene luschtige, farbige Flatterdinger nachejage. Mängisch we dr Maa u d Frou mit dä Gummistifu gö go loufe, gani o gad mit. De säge si geng, i sig fasch wine Hund. U was söu äch das si?

 

So, itz gani chli go pfuuse, dasi när ume fit bi für mini nächschte Abentüür!

 

Ein kleiner Bericht aus Sicht der Katze hier bei uns. Liebe Blogleser/innen, herzlichen Dank für Ihre Namensvorschläge beim vorherigen Bericht. Wir konnten uns noch nicht ganz einigen und werden Ihnen natürlich bald mitteilen, wie die Katze nun heisst. Nächste Woche erhalten Sie Einblick in die Käseproduktion!

Nadja

wunderschöni Tierli

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25. Mai 2012, von Nadja

Es geht los, und wie!

Liebe Blogleserinnen, liebe Blogleser

 

Die Sonne scheint, das Gras spriesst (nun endlich!) und die Älpler sind eingezügelt und bereit für das, was kommen mag. Gestern, 24. Mai 2012 sind die 45 Kühe auf der Alp Zimmerboden eingetroffen. Die Alp Zimmerboden gehört zur Site Alp und ist tiefer und klimatisch günstig gelegen, so dass die Kühe schon relativ früh die feinen Alpen-Kräuter geniessen können. Hier oben auf der Site Alp sind gerade die letzten Schneeflecken verschwunden, das heisst, es geht noch mind. 10 Tage bis die Kühe auch hier eintreffen.

 

der erste Kaese

Martin und ich gehen momentan runter in den Zimmerboden und unterstützen Ernst

und Adele Eschler, die Zimmerboden-Sennen, beim Melken. Simon ist schon aktiv in der Käserei, denn die Milch wird dorthin geführt und zu feinem Berner Alpkäse AOC verarbeitet. Schon ganz bald werden auch wieder die feinen Joghurts, Alp-Butter und Ziger produziert.

 

Heute morgen hiess es das erste Mal Kühe von der Weide holen, einstallen und melken. Alles schien problemlos abzulaufen – doch o weia – zwei Kühe wollten sich partout nicht melken lassen. Kein Wunder, die sind auch das erste Mal hier und müssen sich an viele neue Sachen gewöhnen. Martin hat alles versucht, doch leider erfolglos. Immer wieder haben sie den Melkeimer umgeworfen und sind ausgewichen. Da hilft nur eines: Teamarbeit! Mit “chräbele” und gut zureden konnten auch diese beiden gemolken werden und die Milch war mit 3min Verspätung bei Simon in der Käserei. Nicht ganz schlecht für den ersten Morgen.

 

Auch dieses Jahr sind wieder einige Sachen neu: Der Schweinestall ist nun definitiv fertig und die Fütterungsanlage eingerichtet. Martin muss jetzt nicht mehr die schweren Futterkessel schleppen. Juhui! 100 Schweine tummeln sich bereits im Stall und sind schweinisch neugierig. Doch zu den Alptieren kommen wir sicher in einem späteren Bericht noch zurück…

 

Ach, nicht zu vergessen ist natürlich unser neues Team-Mitglied: z’Büsi. Das bereitet uns (vor allem mir) grosse Freude. So, macht es Spass. Liebe Leser und Leserinnen, helfen Sie uns, den passenden Namen zu finden. Schreibt eure Vorschläge als Kommentar unter den Bericht. Merci! :-)

 

So, das wären die News. Wir freuen uns natürlich immer über Rückmeldungen, Bsüechli und Gäste. Bereits diese Woche durften wir zwei Gruppen zum Zvieri begrüssen. Das freut uns immer sehr.

 

Üsi Chatz

Liebe Grüsse u bis gli ume!

Nadja

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21. Mai 2012, von Anne

Erste Vorbereitungen

Liebe Leserinnen und Leser!

 

Die Rotmatt ist fast schneefrei – der Neuschnee der letzten Woche hatte gegen den Föhn keine Chance – und wir sind mit den ersten Vorbereitungen gestartet.

 

Der Winter hat an Hütte und Ställen glücklicherweise keine größeren Schäden angerichtet, nur etliche Dachziegel auf dem Hüttendach sind kaputt gegangen. Ich war am Samstag im Keller mit Käseschmieren beschäftigt, die Fenster geöffnet um den kalten Keller auf Betriebstemperatur zu bringen und hörte es draußen immer wieder klirren. Später sah ich den überraschend großen Stapel kaputter Ziegel, den Sebastian gegen neue ausgetauscht hatte.

 

Stellen Sie sich meine Überraschung vor,

Der alte Herd

als ich im letzten Jahr auf der Alp meine Arbeit begann und das Essen auf einem Herd kochen sollte, der zwei große Löcher in der Platte und Holzfeuerung hatte. Darauf sollte man kochen können? Einen solchen Herd hätte ich eher im Museum vermutet als in einem Haushalt des 21. Jahrhunderts. Aber eine Alp ist eben kein Haushalt im Tal. Ich lernte das Feuer zu beherrschen, mit Pfannen zu jonglieren und auf zwei Flammen mehr als nur Nudeln mit Tomatensoße zuzubereiten.

 

Nun bekomme ich einen richtigen Herd! Noch immer mit Holzfeuerung, aber mit geschlossener Platte und vor allem Backofen! (Ob man ohne genaue Hitzesteuerung und Temperaturanzeige backen kann?)

Markus bricht den alten Herd ab

Markus hat den alten Herd mit Hammer, Meißel und Trennschleifer zerlegt. Der neue steht schon parat und ist noch mit einer Heizschlange für die Warmwasserbereitung ergänzt worden. Bisher haben wir das Heißwasser über den Kessiherd bereitet, der aber ziemlich viel Holz braucht, was wiederum eine Menge Arbeit macht. Nun hoffen wir den Holzverbrauch senken zu können und trotzdem genug Heißwasser im Boiler zu haben. Im Moment gibt es noch gar kein Heißwasser, so dass der dringend notwendige Hausputz noch warten muss.

 

Ansonsten sind Zäune zu erstellen, die Wiesen aufzuräumen und der Stall vorzubereiten und Vieles mehr. Etwas auf das ich mich sehr freue, will ich heute in Angriff nehmen. Im Winter habe ich Stoffe gekauft, um daraus neue Vorhänge für die Stuben zu nähen. Der Stoff ist gewaschen, nun noch abmessen, zuschneiden und nähen.

 

Am Ende der Woche werden wir wieder ein Stück von der Arbeit geschafft haben, die zu tun ist. Hoffen wir, dass das Wetter mitspielt und wir auch draußen voran kommen. Ich werde berichten.

 

Eine gute Woche wünscht Ihnen herzlich

 

Anne Weber

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16. Mai 2012, von Anne

Neues, Neuschnee, Neuankömmlinge

Liebe Leserinnen und liebe Leser!

 

Muotathal am 16. Mai

Was gibt es Neues aus dem Muotital? Nun, das Wetter hält, was der Wetterbericht versprochen hat – Schnee bis auf 700 Meter! Der Talbetrieb Obermatt auf 650 m.ü.M blieb bisher vom Schnee verschont, die Weiden sind (noch) grün. Draußen sind ungemütliche drei Grad, eigentlich ideales Bürowetter. Die Herde weidet trotzdem draußen und würde protestieren, liesse man sie über Tag im Stall. So fressen Kühe und Kälber ihr Gras heute wohl mit etwas Glace dazwischen. 

 

 

Rotmatt am 6. Mai 2012

Auch die Rotmatt ist seit heute wieder weiß! Vor zehn Tagen sind Markus und ich nach oben gewandert und es lag zu meiner großen Freude kaum noch Schnee. Eigentlich wollten wir in den nächsten Tagen mit den Vorbereitungsarbeiten starten, Weideunkräuter bekämpfen, Zäune wieder errichten, Putzen, Aufräumen und Ähnliches, aber das müssen wir wohl erst einmal verschieben. Ob wir wie geplant nach Pfingsten auffahren können?

 

 

 

Klein - aber oho!

Haben Sie schon einmal erlebt, wie es ist, wenn Kälbchen zum ersten Mal in ihrem Leben auf die Weide kommen? Ich bis dahin nicht und war von dem rührend-dramatischen Geschehen ganz ergriffen. An einem Führstrick wurde eins nach dem anderen langsam aus dem Stall bugsiert – mehr geschoben und gezogen als auf eigenen Beinen voran geschritten kamen sie ins Freie. In der nächsten Stunde wechselten sich blindes Hin- und Herschießen, wilde Bocksprünge und erstes, zaghaftes Knabbern am Gras miteinander ab. Kälber sehen zuerst fast nichts, sind geblendet von der Helligkeit und würden ohne den Halt am Seil davonrennen und schlimmstenfalls ins nächste Bachtobel fallen. Die vier haben sich schnell an all das Neue gewöhnt und sind schon am nächsten Tag selbständig auf die Weide gegangen. Nun laufen sie bei den Großen wie Kühe im Miniformat mit.

 

Morgen ist Auffahrt, Himmelfahrt, Feiertag – und hier im Tal wird in der Messe für einen gesegneten Alpsommer gebetet. Ehrensache, dass Markus und ich dorthin gehen. Nur die Kühe werden wir etwas früher melken müssen, damit wir rechtzeitig in der Chilä sind.

 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Feiertag.

 

Ihre Anne Weber

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13. Mai 2012, von Mélanie

Le fermage continue

Hello,

 

Aujourd’hui et hier, nous sommes montés au chalet pour continuer à fermer. Le temps n’était pas excellent pluie et vent au programme. Heureusement le moral est au beau fixe.

 

Ces jours, nous avons de l’aide :-)

 

Aujourd’hui, Nici est montée à la Chaux et moi à Luan. C’est une montagne qui part du chalet qui est à 1’580 m. jusqu’à 2’000 m. d’altitude. Nous y mettons les modzons durant l’été. Mais nous devons tout clôturer le tour de la montagne car il y a le vide de chaque côté.

 

Nous y sommes montés pour lever les piquets. Chaque automne, nous devons les enlever pour qu’ils ne se cassent pas à cause de la neige.

 

Cet hiver, il y a eu beaucoup de neige et nous avons beaucoup d’arbres qui sont tombés sur la haie. :-(

 

Voilà donc cette semaine au programme, nous continuons de fermer.

 

A bientôt pour de nouvelles news.

 

Mélanie

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